Aktuelle Nachrichten von MK Consulting

07 / 2026

5 Jahre MK Consulting GmbH

Rückblick, Erfahrungen und der Blick nach vorne

Im Juli 2021 habe ich mit der MK Consulting GmbH mein eigenes Unternehmen gestartet — nach fast 24 Jahren beim FK Austria Wien, zuletzt als Vorstand der AG, und nach Mandaten in den Gremien der Österreichischen Fußball-Bundesliga, des ÖFB und der European Club Association. Fünf Jahre später ist ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten und Bilanz zu ziehen: Was ist entstanden, was habe ich gelernt, und wohin geht der Weg? Vorweg: Es war ein intensiver, lehrreicher und über weite Strecken erfolgreicher Abschnitt. Nicht alles ist so verlaufen wie ursprünglich geplant, einiges kam anders als erwartet — und genau das macht unternehmerisches Arbeiten aus.
A Quantum of Solace

Vom Klubmanagement in die Selbstständigkeit

Über den Schritt in die Selbstständigkeit hatte ich lange nachgedacht. Mit dem Ende meiner Funktionen bei Austria Wien, im ÖFB und in der Bundesliga habe ich ihn schließlich gesetzt. Der Wechsel von einer angestellten Führungsfunktion in die Eigenverantwortung war die größte Umstellung: kein fixes Monatseinkommen, projektbezogene Abrechnung, volles unternehmerisches Risiko — dafür Geschwindigkeit, Flexibilität und die Freiheit, das Unternehmen konsequent nach eigenen Vorstellungen zu führen.

Das eigentliche Kapital, das ich mitgebracht habe, war weniger ein Businessplan als ein über zwei Jahrzehnte gewachsenes Netzwerk. Die von mir mit initiierte Partnerschaft zwischen Austria Wien und Borussia Dortmund, die Zusammenarbeit mit Bundesliga und ÖFB, die Arbeit in den Gremien der European Club Association und zahllose internationale Kontakte aus der Investorensuche — all das bildet bis heute das Fundament. In einem beziehungsgetriebenen Geschäft wie dem Sportbusiness ist Vertrauen die härteste Währung, und Vertrauen entsteht nur über Jahre.

Diese Basis habe ich von Beginn an genutzt, um MK Consulting nicht als reine Einzelberatung, sondern als Plattform mit mehreren Standbeinen aufzubauen. Der Schwerpunkt lag zunächst auf Sportconsulting in der DACH-Region — aber ich habe bald erkannt, dass ich weit darüber hinaus agieren möchte und werde. Wichtig war mir, nicht auf den Fußball beschränkt zu bleiben. Heute habe ich in meinem Beratungsportfolio Klubs und Organisationen im Fußball, American Football, Volleyball und Basketball. Die inhaltlichen Schwerpunkte: Investorengewinnung und M&A, Finanzierungsmodelle für Klubs, internationale Klubkooperationen, Struktur- und Change-Projekte sowie ESG im Sport, das ich unter anderem in der Initiative „ESG4sports“ gemeinsam mit Jörg Wagner bündle.

In der Praxis bedeutet das sehr unterschiedliche Mandate. Mal geht es darum, für einen Klub den passenden Investor zu finden und die Transaktion sauber zu strukturieren; mal um ein tragfähiges Finanzierungsmodell jenseits des klassischen Bankkredits; mal um die Neuordnung von Organisation, Verantwortlichkeiten und Prozessen in einem Verein, der sportlich schneller gewachsen ist als strukturell. Gerade das Thema Investoren im Sport, vor Jahren noch kontrovers, gewinnt sportartenübergreifend an Bedeutung — im Fußball ebenso wie im American Football und im Basketball. Meine Rolle sehe ich dabei bewusst als die des unabhängigen Beraters mit Außensicht, der auch unbequeme Fragen stellt.

Beteiligungen als zweites Standbein

Von der ersten Stunde an war klar, dass der Aufbau von Kapitalbeteiligungen ein zentrales Element werden würde. Den Anfang machte 2022 der Einstieg bei der American-Football-Franchise der Vienna Vikings in der European League of Football — als Berater und Miteigentümer. Dass die Debüt-Saison gleich mit dem Titel endete, war ein Start nach Maß und ein früher Beleg dafür, dass sich der Blick über den Fußball hinaus lohnt.

Im ersten Quartal 2023 folgten zwei Gründungen, die ich bis heute auch operativ als Geschäftsführer verantworte. Die Unique Soccer Cooperations – USC GmbH bringt ambitionierte Klubs international zu Partnerschaften auf Augenhöhe zusammen — mit Fokus auf Wertschöpfung durch Transfers, die Finanzierung von Transfers und Infrastruktur, sowie innovative Themen wie den Aufbau von Frauenfußball-Abteilungen und ESG, aber auch die Rolle als Veranstalter für Fussballcamps und Fussballschulen. Gemeinsam mit meinen Partnern Rafael Doran (D), René Furrer (CH) und Walter Brizuela (Südamerika) haben wir ein Netzwerk aufgebaut, das von Südamerika über die USA, die nordischen und baltischen Staaten bis nach Asien und Nordafrika reicht.

Parallel dazu entstand mit „Die Karrierebegleiter – DKB GmbH“ ein Angebot, das mir persönlich besonders am Herzen liegt: die Begleitung junger Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer — und bewusst auch ihrer Familien — in entscheidenden Karrierephasen. Wir grenzen uns klar vom klassischen Spielervermittler ab. Nicht der nächste Transfer steht im Fokus, sondern eine langfristige, vertrauensbasierte Begleitung im Hintergrund. Auch kleinere Vereine im Amateurfussball konnten wir so beraten!
Hinzu kamen Projekte mit der ESPORTIDO AG in München oder FANINVEST in Österreich!

KENSTON-Gruppe und internationale Perspektive

Ein besonders prägender Abschnitt ist die Zusammenarbeit mit der KENSTON GRUPPE, für die ich als Direktor Corporate Involvements und Managing Director einiger Tochtergesellschaften tätig bin. Sie hat meinen Radius spürbar erweitert — bis in die GCC-Region und in das deutsche Pensionsgeschäft. Die Dynamik, mit der dort neue Möglichkeiten entstehen, ist für MK Consulting wie für mich persönlich wertvoll. Dass daraus über die Jahre auch persönliche Freundschaften und echte Wertschätzung mit den Eigentümern der Gruppe gewachsen sind, rundet das Bild ab. Auf internationalen Kongressen in Österreich, Deutschland, der Schweiz bis nach Indien konnte ich dieses Netzwerk zusätzlich vertiefen.

Unique Job Cooperations: internationale Fachkräfte

Ein Bereich, der bei Gründung so nicht absehbar war, ist mein Engagement rund um die „Unique Job Cooperations“. Hier geht es um die internationale Gewinnung und Integration von Fachkräften — insbesondere in der Pflege, zunehmend aber auch in Technik und im Finanzbereich. Mit eigenen Standorten in Indien, einer eigenen Sprachschule, der Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung und einem echten Full-Service-Ansatz stellen wir sicher, dass Fachkräfte nicht nur ankommen, sondern auch bleiben. Der Sport hat mir gezeigt, wie sehr internationale Netzwerke Türen öffnen — dieses Prinzip trägt weit über den Sport hinaus.

Lehre und Vorträge

Ein roter Faden über alle fünf Jahre ist die Lehr- und Vortragstätigkeit. Seit 2021 bin ich Lehrbeauftragter am Internationalen Fußball Institut (IFI). In den Kursen — im Winter- wie im Sommersemester — geht es um Organisation im Sport und Fußball, internationales Verbandsmanagement sowie internationale Vermarktung im Fußball. Dazu kommt das Modul „Organisation & Personal“ im Rahmen des Campus der Österreichischen Fußball-Bundesliga.

Ebenso konnte ich zuletzt im Juni 2026 im Lehrgang „SFL Sports Director“ der Swiss Football League vortragen und über die Jahre verteilt an mehreren Universitäten und privaten Fachakademien im In- und Ausland. Der Austausch mit Studierenden und Praktikern ist für mich keine Einbahnstraße: Ich gebe Erfahrung weiter und nehme selbst neue Perspektiven mit. Das durchwegs positive Feedback bestärkt mich, diesen Weg konsequent fortzusetzen.

Was ich gelernt habe — und was ich optimieren würde

Fünf Jahre bringen nicht nur Erfolge, sondern auch Lehren. Folgende Punkte stehen für mich im Vordergrund:

1) Fokus. Wer viele Chancen hat, muss auswählen. Nicht jede interessante Gelegenheit ist auch die richtige — Priorisierung ist die eigentliche Führungsaufgabe. Im Rückblick würde ich an mancher Stelle früher und konsequenter selektieren.

2) Skalierung. Vieles hängt an Personen und persönlichen Beziehungen. Das ist eine Stärke, aber auch eine Grenze. Strukturen und Prozesse, die weniger von einzelnen Köpfen abhängen, sind der eigentliche Hebel für nachhaltiges Wachstum.

3) Geduld mit internationalen Projekten. Gerade die Arbeit in Indien, in der GCC-Region oder in Südamerika braucht Zeit, kulturelles Verständnis und Verlässlichkeit. Manches dauert länger als erhofft — zahlt sich aber aus, sobald Vertrauen entstanden ist.

4) Verlässlichkeit als Wettbewerbsvorteil. In einem Umfeld, in dem viel geredet und weniger gehalten wird, ist Handschlagqualität kein weiches Thema, sondern ein harter geschäftlicher Faktor. Klare Worte, eingehaltene Zusagen und die Bereitschaft, auch unangenehme Botschaften auszusprechen, haben mir mehr Türen geöffnet als jede Verkaufsrhetorik. Dieses Prinzip werde ich beibehalten.

Und ja, es gab Unerwartetes: Aus einem Sport-Consulting-Unternehmen ist ein Netzwerk gewachsen, das heute von der Fachkräftevermittlung bis zum Pensionsgeschäft reicht. Diese Breite war nicht der ursprüngliche Plan — sie ist das Ergebnis konsequenten Handelns und offener Türen. Zugleich verlangt sie Disziplin, damit aus Vielfalt nicht Verzettelung wird. Die Balance zwischen Offenheit für Neues und klarer Fokussierung ist die vielleicht wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre.

Der Blick nach vorne: Tatendrang und KI

So wertvoll der Rückblick ist — mein Blick richtet sich nach vorne, mit unverändertem Tatendrang. Die bestehenden Standbeine will ich weiter vertiefen, die internationalen Projekte verlässlich zum Erfolg führen und die Beteiligungen strukturell stärken.

Ein Thema steht dabei in den nächsten Monaten besonders im Fokus: die Integration von Künstlicher Intelligenz in unsere Arbeitsprozesse — und zwar in allen Bereichen. Von Recherche und Analyse über die Erstellung von Berichten, Präsentationen und Verträgen bis zur Aufbereitung komplexer Sachverhalte sehe ich erhebliches Potenzial, schneller, präziser und fundierter zu arbeiten.

Konkret heißt das: strukturierte Markt- und Vereinsanalysen, die früher Tage gebraucht haben, in Stunden; Berichte und Präsentationen konsistent im eigenen Corporate Design; eine erste, verlässliche Prüfung von Verträgen und Kooperationsvereinbarungen; und ein schnellerer Zugriff auf das eigene, über Jahre gewachsene Wissen. Für ein Unternehmen wie MK Consulting, das bewusst schlank aufgestellt ist und in mehreren Feldern gleichzeitig agiert, ist das ein echter Hebel. Entscheidend bleibt der kritische Umgang damit: KI ersetzt weder Erfahrung noch Urteilsvermögen — aber sie verstärkt beides. Wer sie klug einsetzt, gewinnt Zeit für das Wesentliche: Entscheidungen, Beziehungen und die Umsetzung.

Genau darum geht es. Fünf Jahre MK Consulting stehen für einen einfachen Grundsatz, der sich bewährt hat und der auch die kommenden Jahre bestimmen wird: Wandeln durch Handeln.

13.07.2026 - MK Consuling GmbH
Kontaktieren Sie uns bitte per Mail office@markuskraetschmer.at
oder telefonisch Mobil +43 676 88 676 1201

MK Consulting GmbH

Bechadeweg 1a

2371 Hinterbrühl

Telefon: +43 676 88 6761201

Mail: office@markuskraetschmer.at

Danke!